Angefangen hat alles 1995 auf dem Rennrad: nonstop von Flensburg bis Oberstdorf, quer durch ganz Deutschland. Ein Jahr später quer in die andere Richtung – und im selben Jahr mein erster Triple Ultra Triathlon in Lensahn: dreifache Ironman-Distanz am Stück. Dort wurde ein Traum geboren, der mich fast zwei Jahrzehnte begleiten sollte – der DECA: zehn Ironman an zehn aufeinanderfolgenden Tagen.
Für mich ist Ultra-Sport vor allem eine Frage des Kopfes – der Körper folgt, wenn der Wille trägt.
2014 habe ich den DECA in Mexiko eingelöst. Bewusst langsam angegangen, wurde ich von Tag zu Tag stärker – am Ende nannte man mich «Mental Champion». Es folgten die ganz langen Rad-Projekte, allen voran 2019 das Nordkap: 4000 Kilometer von Turin bis zum nördlichsten Punkt Europas, self-supported, in einem Zug, mit dem Team AUDAX Suisse.
Daneben war immer das Laufen: die Diagonale des Fous auf La Réunion, 24-Stunden-Läufe, zuletzt Backyard-Ultras, bei denen man Stunde um Stunde dieselbe Runde dreht, bis nur noch einer übrig ist. Drei Disziplinen, ein roter Faden – die Faszination, herauszufinden, wie weit es noch geht.